Staudengärtnerei De Hessenhof

Vorträge im ganzen Land

In den Wintermonaten gehe ich auf Vortragstour, um mit Hilfe von Bildern mehr zu erzählen über unser Fach und die blühende Pflanzenwelt. Die Zielgruppen sind verschiedene Personen wie z.B. Fachgruppen von Groei & Bloei, Gartenklubs, Landfrauen, Rotaryklubs, Bienenzüchtern, die Vorträge können auch auf einem Pflanzen- und Gartenzubehör-Markt oder während einer Veranstaltung im Rahmen des Offenen Gartentores stattfinden. Manchmal fahren wir viele Kilometer, darum sollten wenigstens 25 Personen anwesend sein. In der Zeit von Mitte September bis Mitte März haben wir die meiste Zeit dazu. Eine kurze Beschreibung der einzelnen Themen finden Sie weiter unten.
Wir benutzen Dias mit dem ungewöhnlichen Mittelformat (6-mal 6cm), weil wir glauben, dass sie bessere Resultate zeigen als normale Dias und noch mehr Qualität haben als die meisten Digitalfotografien. Mit einer großen Projektionswand bekommen wir das beste Ergebnis. Wenn Sie dafür sorgen, kommt das sicher der Präsentation zugute.
Sollten noch Stauden blühen (mitten im Winter klappt das nicht), ist es für die Zuhörer abwechslungsreich, um am Beispiel lebender Stauden etwas zu sagen. Aus Erfahrung wissen wir, dass es gewürdigt wird, wenn wir Pflanzen zum Vortrag mitbringen, die auch besprochen werden. Deshalb nehme ich immer einige Kisten mit. Manche Klubs organisieren Verlosungen von Pflanzen. Wir könnten eventuell Pflanzen anbieten mit einem Preisnachlas von 25 %. Es ist außerdem möglich, bestellte Stauden mitzubringen. Diese müssten aber 2 Tage zuvor schriftlich oder per Fax bestellt werden. Dies sollte man den Vortragsbesuchern vorher mitteilen. Für viele Leute ist Hessenhof sehr weit in Holland und der einmalige Lieferservice ein Glücksfall.
Der Standardtarif für den Vortrag ist 140,- €, wobei noch Reisekosten von 0,30 pro Kilometer hinzukommen.
Meinen Diaprojektor bringe ich selber mit, wenn Sie für die Projektionswand und eine Verlängerungsschnur sorgen würden, wäre das fein. Ein Mikrophon ist für Gruppen über 30 Personen ideal, denn ich habe eine nicht so kräftige Stimme. Zum Pflanzenverkauf wäre es schön, wenn 3 Tische für unsere Pflanzenkisten bereitständen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Kramer von der Gärtnerei de Hessenhof

Die Themen

1. Das Schaffen mit allem Drum und Dran in einer Staudengärtnerei, die es wie den Hessenhof seit 30 Jahren gibt.

Wie Sie wissen, hatten wir 2012 unser 30-jähriges Jubiläum. Es hat sich sehr viel verändert im Vergleich zu der Anfangsphase und heute. Nicht allein das Sortiment hat sich vergrößert, sondern auch die Art zu arbeiten. Auch Sie als Kunde haben sich verändert und sind mehr oder weniger mit den Launen der Mode mitgegangen, welche es natürlich auch in der Pflanzenwelt gab. Mit Dias wird gezeigt, was hinter den Kulissen geschehen muss, um in einer solchen Liebhabergärtnerei, wie sie der Hessenhof sicher ist, ein interessantes Sortiment ständig präsent zu halten. Die Leute haben in der Regel keine Ahnung und sind verwirrt, wenn sie uns besuchen und mit einem Gartencenter vergleichen, was natürlich nicht zu vergleichen ist. Nun, in einer Gärtnerei werden Pflanzen vermehrt und aufgepäppelt. Wie machen wir das? Wie kommen wir an neue Pflanzensorten? Wir tauschen mit Kollegen weltweit Samen Stecklinge und Pflanzen aus. Wir selber veredeln diverse Stauden. Wie funktioniert das Kreuzen und sind alle Neuigkeiten gut? Wonach schauen wir, wenn wir Pflanzen in unseren Mutterbeeten beurteilen und warum kommen so viele auf den Komposthaufen? Die verschiedenen Vermehrungstechniken werden abgehandelt. Wie stellen wir Topferde her, wie funktioniert der Pflanzenverkauf, was ist im Winter zu tun? Im ganzen Vortrag spielen die Pflanzen die Hauptrolle, und dazu werden viele Bilder gezeigt, vor allem vom neuen Sortiment. Kurzum eine fesselnde und vor allem eine abwechslungsreiche Vorlesung.


2. Besondere und neue frostharte Pflanzen, ein Vortrag für echte Pflanzenfreaks und Pflanzensammler.

Das Pflanzensortiment verändert sich fast jede Woche. Es kommen zuhauf unbekannte Sorten und Kreuzungen auf den Markt, und der normale Pflanzenfreund verliert da schnell den Überblick. Dabei ist viel Spreu beim Weizen. Manchmal werden Pflanzen unter vielversprechenden Fantasienamen angeboten, die sich hinterher als kümmerliche Arten ohne wirklichen Wert entlarven. Das werden wir ausführlich behandeln. Natürlich findet man in der freien Natur immer noch neue Pflanzen und die dann eingeführt werden. Besonders das Öffnen der Grenzen von Ostblockstaaten und der Zugang für Forscher/Planthunter brachten viele prächtige Arten in kurzer Zeit ins Land. In der Gärtnerei werden jedes Jahr viele neue Arten/Sorten aufgepflanzt, um ihren Gartenwert zu beurteilen. Dies ist jedes Jahr immer wieder eine schöne und spannende Arbeit, obwohl viele Entdeckungen auf dem Komposthaufen landen. Nur die wertvollen Arten/Sorten werden vermehrt. Mit Hilfe der Dias wird das näher beleuchtet.


3. Schattenpflanzen und Farne, Pflanzen mit einer enormen Zukunft.

Man kann es kaum glauben, aber diese Gruppe hat mittlerweile wohl die größte Zukunft. Beinahe in jedem Garten entstehen im Laufe der Jahre Schattenstandorte, an denen die bestehende Bepflanzung versagt, weil die Bäume und Sträucher, die vor etwa 10 Jahren gepflanzt wurden, zu groß geworden sind. Mit einer guten Bodenverbesserung kann eine schöne und subtile Bepflanzung angelegt werden. Das Sortiment der Farne wird eingehend mit Dias gezeigt und besprochen, wobei die besonders Schönen nicht zu kurz kommen. Farne sind eine Liebhaberei von mir und in den letzten Jahren merke ich, dass ich nicht der Einzige bin, der sie schön findet. Sie sind richtige Modepflanzen geworden. Hierzu passen natürlich auch gut die Schattenpflanzen, was ein großer Begriff ist. Eine Schattenpflanze ist anders als die andere, wobei sich wieder viele Verwendungsmöglichkeiten ergeben. Sicherlich, es sind Pflanzen, mit denen man ein wenig Geduld haben muss. Mit der Zeit werden sie aber immer schöner.


4. Helleborus, Christrose oder Lenzrose, ein ewiger Favorit des Pflanzenliebhabers.

Wenn eine Pflanzengattung in der letzten Zeit äußerst populär geworden ist, dann ist es wohl Helleborus. Es scheint, dass ihre Beliebtheit kein Ende nimmt. Am bekanntesten ist die Christrose, H. niger, die seit Jahrhunderten in Kultur ist, aber manchmal nicht zur vollen Zufriedenheit wächst. Natürlich wird auf dieses Problem eingegangen und was wir selber tun können. Noch kein Problem gibt es mit der starken Hybride, die, was sehr schade ist, noch keinen offizinellen holländischen Namen hat. Lenzrosen sind eine gute Benennung, weil sie schon am ersten einigermaßen Vorfrühlingstag, meistens Mitte Februar blühen. Sie sind lange vor den Schneeglöckchen zu sehen. Lenzrosen können unseren Garten Jahr für Jahr mit ihren Blüten verschönern. Die verschiedenen Blüten haben ein Farbspektrum von weiß, gelb, rosenrot, lila und schwarz. In den letzten Jahren ist enorm viel gekreuzt worden, um die Farben noch spektakulärer zu machen, aber auch um doppelte und anemonenblütige zu erzielen. Das Ende ist noch nicht in Sicht, und an Hand von Dias wird tiefer eingegangen zum letzten Stand der Dinge. Letztendlich zeigen wir Ideen, wie man Lenzrosen mit anderen Schattenpflanzen kombinieren kann, um Schattenstandorte aufzuwerten.


5. Bekannte und unbekannte Stauden aus dem Kaukasus - ein fesselnder Reisebericht.

Der Kaukasus ist seit alten Zeiten die ergiebigste Quelle unsereres heutigen Staudensortiments. Viele Pflanzen, die zum sogenannten eisernen Sortiment gehören, stammen vom Kaukasus, wie z.B. Campanula lactiflora, Scabiosa caucasica, Stachys macrantha, Helleborus-Hybriden, aber auch unsere bekannten Kirschlorbeerarten. Durch die russische Annektierung des Kaukasus 1917 ist in diesen Gebieten mehr botanisiert worden. Im Sommer 1998 hatte ich das Glück, mit einer Gruppe Engländer Georgien besuchen zu können. Dabei bekamen wir eine unglaubliche Pflanzenvielfalt zu sehen. Es waren Waldpflanzen, Stauden der Bergweiden bis zu den Alpinen. Was mir besonders auffiel war, dass neben altbekannten Pflanzen vollkommen unbekannte Schönheiten wuchsen, die als Garten- Pflanzen eine goldene Zukunft haben. Hinzu kommt noch, dass alle Stauden in unserem Klima völlig winterhart sind. Die Dia-Serie zeigt eine Auswahl, leider können wir nicht alles aus Georgien zeigen.


6. Pflege und Vermehrung der Stauden: Haben sie wohl das ewige Leben?

Unter dem Terminus Stauden werden verschiedene Pflanzen zusammengefasst. Natürlich überleben sie den Winter bei uns. Aber wie lange leben sie wirklich? Ein Verbascum oder eine Monarda haben wir ein paar Jahre. Dagegen wird eine Pfingstrose oder eine Lenzrose mehrere 10 Jahre alt und kann dauerhaft auf ihrem Platz stehen bleiben. Was können wir tun, dass unsere Pflanzen gesund bleiben und Jahr für Jahr reich blühen? Wie können wir die Blühphase verlängern oder verhindern? Was machen wir mit den Stauden, dass sie ein zweites Mal blühen? Welche Möglichkeiten haben wir, unsere Stauden zu stützen, damit sie nicht umfallen oder an Mehltau zugrunde gehen? Wie markieren wir Stellen, unter denen unsere Vorjahrsblüher ruhen? Alle Fragen werden behandelt. Nach der Pause geht es ans Vermehren unserer Lieblingspflanzen. Es gibt 3 Methoden: Sähen, Stecken und Scheuren (Abreißen). Sie werden ausführlich besprochen mit ihren Vor- und Nachteilen. Warum können manche Pflanzen besser gesteckt werden und andere klugerweise gesät werden? Wie gewinnen wir Saat, wie bewahren wir ihn auf, wann ist die beste Zeit zum Sähen? Ist das Stecken so einfach wie es aussieht? Kurzum, nach diesem Abend sollten ihre Pflanzen wachsen wie nie zuvor.


7. Herbst, die vergessene Season: Machen wir noch etwas im Garten.

Es ist noch nicht so lange her, da war es die normalste Sache der Welt, im Herbst den Garten zu bepflanzen. Ein alter Gärtnerspruch lautet: „Was man im Frühjahr pflanzt, kann wachsen, aber was man im Herbst pflanzt, muss wachsen“. Diese gute und bekannte Weisheit scheint mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Sehr schade, wir übergehen nicht nur eine ideale Pflanzsaison, sondern auch die Stauden, die im Herbst blühen. Wir kaufen fast immer Pflanzen, die in Blüte stehen. In der Gärtnerei werden in einer beträchtlichen Anzahl Pflanzen verkauft, die im Herbst blühen. Im Gartencenter startet der Sonderverkauf, um den Platz zu räumen für das Weihnachtsgeschäft. Sehen wir uns unseren Garten an, bis in den Sommer war es überall farbig, aber im August verschwinden nach und nach die Blüten. Jetzt können wir noch für ein knallendes Endfinale sorgen mit Herbstpflanzen und warmen Farben von Orange-, Bronze- und Rottönen. Sie bleiben lange in unserer Erinnerung, und wir können bis in den Winter davon zehren. Bei diesem Vortrag schauen wir uns schöne farbige Bilder von Herbstblumen an und hoffen, dass wir einige Leute zu Enthusiasten gemacht haben und was man noch alles im Garten machen kann.


8. Ein milder Winter beschert neue Möglichkeiten: exotische Pflanzen.

In unserer Gärtnerei, De Hessenhof in Ede, stehen etwa 5000 verschiedene Arten/Sorten Mutterpflanzen ausgepflanzt. Jedes Jahr testen wir mehrere hundert neue ausgepflanzte Stauden. Eine Vielzahl kommt aus Südafrika, Südamerika, Kalifornien, Indien, Südost-China und Taiwan. Es sind Gebiete, in denen es wärmer ist als bei uns. Mit den Erfahrungen der letzten 10 Jahre ist es überraschend, dass eine Vielzahl an Pflanzen hier überleben. Es ist nicht so sehr der warme Sommer, der dafür entscheidend ist, sondern der milde Winter. Er ermöglicht, dass sie ohne Schaden im Frühling ausschlagen. Wenn man keine Bodenverbesserung macht und sie mager hält, können sie besser überwintern. In diesem Zusammenhang werden Bilder gezeigt und Tipps gegeben, wie man mit ein wenig Hilfe seine Pflanzen durch einen strengen Winter bringt.


9. Die unbekannte Welt der Frühjahrsblüher: Es gibt mehr als Stiefmütterchen und Primeln.

Wer im Frühling in ein Gartencenter geht, um Frühjahrsblüher zu kaufen, kommt auf den ersten Blick nicht zu kurz. Es scheint alles zu blühen, ob es vertrocknet ist oder nicht. Bei näherer Betrachtung sind es die Primeln, die die Hautrolle spielen. Warum? Weil sie leicht in großer Zahl zu produzieren sind. Das ist schade, weil uns auf diese Weise der Charme und der Reichtum der anderen Frühlingsblüher nicht gezeigt wird. Es sind Hunderte Sorten, die für den Großhandel (rund 90 % stammen aus den Niederlanden) nicht interessant genug sind. Natürlich sind sie in der Aufzucht etwas anspruchsvoller, aber nicht unmöglich zu ziehen. Einmal im Garten gepflanzt, werden sie jedes Jahr schöner, größer und man muss sich nicht mehr darum kümmern. Das funktioniert nicht mit Stiefmütterchen oder Primeln, die beinahe jedes Jahr nachgepflanzt werden müssen. Beim Ankauf dieser Pflanzen präsentieren sie sich noch nicht in ihrer vollen Schönheit, sie sind noch nicht visuell anziehend, wie der Handel sagt. Man muss etwas Geduld haben, es dauert ein paar Jahre, bis sie ihre ganze Schönheit zeigen. Das ist der Grund dafür, dass viele Pflanzen in der Gärtnerei stehen bleiben und zu Ladenhütern (Winkeltochters) werden. Auf Bildern zeigen wir Ihnen zahlreiche Frühlingsblüher, die es wert sind, dass Sie sie in Ihren Garten pflanzen. Wir erzählen Ihnen etwas über die Pflege, wie sich die Pflanzen entwickeln und wie sie mit anderen kombinierbar sind. Es geht darum, dass Sie lange das Blühen genießen können.


10. Die Vermehrung auf traditionelle Weise: Müssen eigentlich Stauden vermehrt werden?

Eine echte Staudengärtnerei wird immer seltener im Land. Unter echt verstehe ich das eigene Aufziehen von Pflanzen vom Saatkorn oder Steckling. Die Saat kommt nicht aus einer gekauften Tüte, sondern stammt von unseren Mutterpflanzen, die wir in den vergangenen 25 Jahren sorgfältig gesammelt, gepflegt und ständig auf ihren Gartenwert kontrolliert haben. Es ist selbstverständlich, dass Samen und Stecklinge von unseren Mutterpflanzen kommen. Aber zurzeit ist das in vielen anderen Betrieben nicht mehr so. Mutterpflanzen brauchen kostbaren Platz, brauchen Pflegezeit und sind daher lästig. Andere Betriebe bestellen die Samen bei einem Saatlieferanten (oft nicht mehr frisch oder nicht sortenecht) und die bewurzelten Stecklinge bei einem großen Massenvermehrungsbetrieb. Darin sind die Niederländer echte Spezialisten. Letztendlich kaufen sie alle Pflanzen, die sich in einem Laboratorium mit einem Meristem vermehren lassen. Es geht auch noch anders, auf einfache Art und Weise. Von den 5000 Pflanzen, die in unserem Mutterquatier stehen, liefern etwa 25% Samen, 50% Stecklinge und 25% wird für die Teilung benutzt. Was sind die Vorteile und die Nachteile der verschiedenen Methoden? Das Gewöhnlichste und Natürlichste ist das Sähen. Dieses ergibt aber Variationen. Wann wollen wir sie und wann nicht? Wie funktioniert das Sähen? Man muss Aspekte wie Frostkeimung, Dunkelkeimung und Lichtkeimung berücksichtigen. Wie lange dauert es, bis wir eine Pflanze haben, und hat das Einfluss auf ihre Lebensdauer? Dazu gibt es allerhand zu sagen. Einen großen Stellenwert hat in unserer Gärtnerei das Veredeln von Arten/Sorten. Manche Leute halten das für Unsinn. Warum sollte man Pflanzen aus der Natur verbessern? Ich nehme als Vorbild die Lenzrose - eine Spezialität von uns. Die Wildform fühlt sich in unserem wechselhaften und maritimen Klima wie zu Hause. Bearbeitet man diese Art, so erhält man unterschiedliche Pflanzen. Der Vortrag ist nicht wissenschaftlich korrekt, gibt aber einen praktischen Einblick in die Aspekte der vegetativen und der generativen Vermehrung von Pflanzen in unserer Gärtnerei.


11. `Plus´-Pflanzen, die etwas Besonderes haben und uns ansprechen.

Eigentlich schade, dass das natürliche Gärtnern bei uns aus der Mode gekommen ist. Schauen Sie sich einmal selbst neu angelegte Gärten an. In Neubaugebieten ist fast alles sauber gepflastert, immer der Mode nach. Totes Material, ein paar Vasen symmetrisch platziert - es wird über `Design´ geredet. Später im Herbst werden noch ein paar Chrysanthemen-Kugeln vor die Tür gesetzt, die auch nichts für die Natur liefern. Schlimmer noch, sie sind mit einem chemischen Wuchshemmer behandelt und mit doppelten Blüten vollkommen unnatürlich. Es geht aber auch anders. Noch nie hatten wir so eine große Auswahl an prächtigen Pflanzen, die Bienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen, Vögel und anderes mehr anziehen. Sie können sich hier beschränken auf alle einheimischen Pflanzen. Sie können sich aber auch umsehen. Aus der ganzen Welt kommen Pflanzen, die in unseren Gärten das natürliche Leben anziehen und verstärken. Nebenbei sind sie auch noch sehr schön. Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Wichtig sind die besonderen Ansprüche der Pflanzen. Man unterscheidet Schattenpflanzen, Trockenheit liebende für den mageren Boden und Feuchtigkeit liebende Stauden. Wie merke ich, ob eine Pflanze den idealen Standort hat? Nun wenn sie optimal wächst und fast keine Pflege braucht. Wo bekomme ich eigentlich die Pflanzen her? Sind sie noch zu bekommen, in einer Zeit, wo große Supermärkte und Gartenmärkte das Angebot bestreiten? Es ist schwer für uns in einer Zeit, wo der Gartenbau eine Industrie geworden ist, wo sich alles um das schnelle Geld dreht in einem beschränkten Sortiment. Wir hoffen, dass Sie nachdenklich werden, sich nicht von der Mode überrollen lassen und lieber einen echten Staudengarten mit schönen und gleichzeitig nützlichen Pflanzen bevorzugen.


12. Trockenheit liebende Pflanzen - die natürliche Alternative für schönes und preiswertes Gärtnern. Mit einem Augenzwinkern auf die sogenannten Prärie -Gärten.

Der gegenwärtige Trend der Gartengestaltung ist eine Versteinerung wie ein Katzenklokistengarten (Kattenbaktuinen) – aber dieser Trend wird nur ein kurzes Leben haben. Wer sowas noch anlegt, läuft hoffnungslos hinterher. So ein Garten ist nicht nur langweilig, sondern auch noch teuer und naturunfreundlich. Wer nicht düngen und bewässern und Unkraut ziehen will, für den ist ein Garten mit Trockenheit liebenden Pflanzen eine Option. Nicht, dass man dann für immer vom Unkrautzupfen befreit ist, aber die richtigen Pflanzen am richtigen Ort strahlen Ruhe und Gelassenheit aus. Es passt nicht überall zum Haus und die richtige Anlage ist nicht billig. In diesem Vortrag mache ich mit Pflanzen vertraut, die hierfür geeignet sind. Was ist das Spezielle dieser Pflanzen und wie sehen sie im Allgemeinen aus? Wie und mit was müssen wir den Boden vorbereiten? Der Boden sollte mager sein. Ein fetter (gut gedüngter Boden) muss abgemagert oder ausgetauscht werden. Dicke Kompostlagen oder Bodenverbesserung mit säckeweise gepresstem Kuhdung (Mestkorrels) verbieten sich hier. Selbst im trockensten Sommer brauch man nur ab und zu wässern. Es wird ausführlich über das Mulchen, das Abdecken der oberen Bodenschicht gesprochen. Nicht allein, um das Austrocknen zu minimieren, sondern auch um das Unkraut in Schach zu halten. Dann werden Sie bemerken, dass dieser Garten eine Freude ist für Insekten, Vögel und für das Auge. Hier und da wachsen manchmal Sämlinge und der Garten verändert dadurch ständig sein Aussehen. Das nennen wir einen dynamischen Garten. Ein solcher Garten ist das Gegenbild von einer grau-marmornen Pflasterung mit großen Buchsbaumkugeln und Hydrangea `Annabelle`, die in den meisten Neubaugebieten zu finden sind.


13. Compositae und Ziergräser, allzeit gut.

Wo wir uns auch immer umsehen, Ziergräser sind in den letzten Jahren enorm populär geworden. Mit ihrem luftigen vertikalen Wuchs und einer neutralen Farbe sind sie das genaue Gegenteil der farbigen Korbblütler, die mit ihren Blütenschirmen einen großzügigen Effekt abgeben. Denken wir an die flachen Schirme von Achillea oder z.B. an eine Gruppe Astern, die im Spätsommer und Herbst so zahlreich blühen. Wenn Sie ein Beet mit diesen Pflanzen anlegen, sieht es aus, als hätte es ein berühmter Gartenarchitekt gemacht. Es siet immer fantastisch aus, durch den natürlichen Kontrast, den diese zwei Pflanzen-Gruppen hervorbringen. Compositae, Sie haben das natürlich gewusst, werden auch Asteracae genannt. Die Blumen haben in der Mitte (das Körbchen) viele einzelne Blütchen und am Rand unfruchtbare Scheinblüten. Die Sonnenblume z.B. ist das beste Beispiel, das Jeder kennt. Die Compositae sind die größte Familie der Asternartigen und es gibt viele weitere Arten, die wir noch nicht kennen oder die schon in Vergessenheit geraten sind. Sie lernen äußerst robuste und brauchbare starke Pflanzen kennen, wobei auch eine Anzahl weniger bekannte Ziergräser dabei sind.