Staudengärtnerei De Hessenhof

Wie es begann.

1981 habe ich, Hans Kramer, als junger Zwanziger mit der Gärtnerei begonnen. Nachdem die Gärtnerlehre abgeschlossen war, konnte ich es kaum erwarten, mich selbstständig zu machen. Ein karges Fleckchen Land in der Veluwe wo mein Großvater früher als Bauer tätig war, wurde zur Gärtnerei. Buchenhecken und Sträucher wurden gepflanzt, um dieses kalte trockene Land in der Veluwe vor Wind zu schützen. Es wurde sofort mit der Vermehrung und Aufzucht begonnen, wobei mir meine Frau Miranda ab 1990 half.


Die Hecken und Sträucher sind nun ausgewachsen und bieten Tausenden verschiedener Arten und Sorten von Pflanzen, die hier ausgepflanzt sind, Schutz. Unsere Absicht war und ist noch immer eine Gärtnerei in kleinem Maßstab, in der das Sortiment und die Qualität an erster Stelle stehen. Momentan arbeiten wir in der Saison mit ungefähr fünf Leuten in der Gärtnerei, worunter sich auch immer ein paar ausländische Praktikanten befinden..


Warum zum Hessenhof?

In den 30 Jahren, in denen die Gärtnerei nun besteht, hat sich diese zu einem Ort entwickelt, zu dem man von nah und fern kommt. Auch aus dem Ausland finden die Pflanzenliebhaber ihren Weg zum Hessenhof! Das riesige Pflanzensortiment hat eine enorme Anziehungskraft auf Pflanzenliebhaber. Aus den rund 6000 Sorten, die auf den Mutterpflanzenbeeten wachsen, wird laufend vermehrt. So finden Sie immer mehr als 2000 Sorten auf den Verkaufsbeeten.
Die Aufzucht ist auf dem Hessenhof auch eine besondere Geschichte. Wir kaufen nichts zu und ziehen 100% unseres Sortiments selbst auf. Das ist einzigartig zu nennen. Bekannt ist auch das selbst hergestellte Topfsubstrat auf Basis von Lauberde. Die Krone dieser Arbeit war die Zuerkennung des offiziellen SKAL-Zertifikats 2010, womit wir eine von sehr wenigen anerkannten biologischen Zierpflanzengärtnereien sind.
Wir sind ziemlich stolz auf unser schönes Fleckchen in der Veluwe; es ist beinahe ein kleines Paradies geworden. Besucher sind stets begeistert über den stimmungsvollen idyllischen Ort, wo man stundenlang auf Entdeckungstour gehen kann. Verborgen hinter hohen Buchenhecken liegt ein Paradies für den Gartenliebhaber.


Kurzum, man kann hier ohne Probleme einen halben Tag verweilen. Das gesellige Kassengebäude, in dem nicht nur praktische Gartengeräte verkauft werden, sondern wo man auch in Reichweite eines Büchertisches Kaffee trinken kann, tragen zu einem entspannten Besuch bei. Wenn Sie noch Zeit übrig haben, können sie danach die Natur der Veluwe erkunden. Ausgedehnte Wälder und Heide finden Sie in Laufabstand.




Die Pflanzen – was sind die Spezialitäten?

Bei uns dreht sich alles um Pflanzen. Jedes Jahr werden die neuesten Sorten auf den Mutterpflanzenbeeten, die in der Zwischenzeit beinahe 6000 verschiedene Sorten beherbergen, ausgepflanzt. Sie werden kritisch beurteilt. Nur die Besten werden vermehrt, was ein Sortiment von stets höchster Qualität garantiert. Jährlich wird ein wechselndes Staudensortiment von ungefähr 2000 Sorten angeboten. Spezialitäten sind:

Helleborus: Die Helleborustage im frühen Vorjahr waren schon seit jeher für das gartenbegeisterte Niederlande ein Begriff. Nach einer kurzen Pause, die notwendig war um die Pflanzen biologisch aufzuziehen, können Sie ab 2014 wieder eine Auswahl wie früher erwarten. Klicken Sie für mehr Informationen auf den Link "Helleborustage".


Winterharte Farne und Schattenpflanzen, wie Leberblümchen, Buschwindröschen, Veilchen, Salomonsiegel und noch viele mehr. Sie finden sie in einer großen Vielfalt.


Hepatica transsylvanica 'Blue Jewel'


Polystichum setiferum 'Foliosum Superbum'

Kräuter und aromatische Pflanzen: Viele winterharte Kräuter und Pflanzen mit betörendem Duft, wie Lavendel, Santolina, Thymian und noch viele mehr.


Lepechinia hastata

Trockenheitsliebende und Präriepflanzen: Sie fühlen sich auf unserem Sandboden zuhause. Aster, Echinacea, Euphorbia, Salvia und Ziergräser sind stark vertreten. Halb winterharte und Kübelpflanzen: Natürlich gehört hier Agapanthus dazu, aber auch die neueste Kollektion von Salvias sollte erwähnt werden.


Agapanthus 'Midnight Star'

Unsere Lieblingspflanzen, wie Baptisia, Cimicifuga, Staudenclematis, Geranium, Persicaria, Phlox, Sedum, Thalictrum und Tricyrtis finden Sie in vielen Sorten.


Mit den dunkelblättrigen Selektionen von Cimicifuga kreuzen wir schon viele Jahre – eine echte Spezialität.



Die Qualität – warum biologisch und ohne Torf?

Wenn wir erzählen, dass wir unsere Pflanzen biologisch produzieren, fällt garantiert die Bemerkung: "Aber wir essen sie doch nicht auf". Als ob nur essbare Pflanzen ohne Gift und künstlichen Dünger aufgezogen werden können! Wir sind davon überzeugt, dass eine biologisch produzierte Pflanze viele Vorteile hat:

Stärker ist und länger lebt.
Weniger krankheitsanfällig ist.
Die Umwelt nicht belastet.
Mehr Natur anzieht, wie Vögel und Insekten.
Nicht teurer sein muss.

Seit August 2010 haben wir das offizielle SKAL-Zertifikat unter der Nummer 025953. Dies ist die Institution in den Niederlanden, die biologische Betriebe bewertet. Für Sie eine Garantie, dass die angebotenen Pflanzen nach biologischen Standards produziert wurden.

Wir verwenden keinen Torf, sondern Lauberde als Topfsubstrat. Wir gehen eigentlich noch einen Schritt weiter! Wir sollten sorgfältiger mit den uns noch verbleibenden Moorgebieten umgehen. Holten wir den Torf früher aus den Niederlanden, muss er nun schon aus den baltischen Staaten kommen, wo er mit monströsen Maschinen abgegraben wird und so eine "Mondlandschaft" zurücklässt.


Diese Lauberde, die eine tabakartige Struktur hat, ist ideal zum eintopfen.

Torf ist ein nährstoffarmes Produkt, Dünger muss darum immer künstlich, meistens in der Form von mineralischem Dünger, zugefügt werden. Dabei wird dieser schnell ausgespült, wobei Nährstoffe in den Boden verschwinden und diesen verunreinigen können.

Viele Menschen wissen nicht, dass in den Moorgebieten der Welt enorme Mengen an CO2 gebunden sind. Aufgrund der Tatsache, dass sich Pflanzenreste in diesen oft nassen Gebieten nicht zersetzen, bleibt der Kohlenstoff im Torf eingeschlossen. Wenn wir diesen nun verwenden, dann zersetzt sich der Torf weiter und der Kohlenstoff kommt als CO2-Gas frei. Die Lauberde wird durch uns auch schon mal das "schwarze Gold" genannt. Was für ein großartiges Produkt – randvoll mit den nötigen Nährstoffen, die langsam freigesetzt werden. Das Laub bekommen wir seit jeher von der Gemeinde Ede, die dieses an sauberen Orten mit kaum Verkehr, wie z.B. dem Friedhof, einsammelt. Diese Zusammenarbeit ist so einzigartig, dass dies ein interessantes Thema für die Nominierung der Gemeinde Ede 2010 für die Entente Florale – "die grünste Stadt der Niederlande" – war. Die Jury war bei einem Besuch in der Gärtnerei sehr erstaunt, was man für ein vortreffliches Topfsubstrat aus kompostiertem Laub machen kann.


Es dauert 2 bis 3 Jahre bis der vorderste Blatthaufen so wie der hinterste aussieht.

Durch Zugabe von Wurzelpilzen und organischem Dünger erhält man ein lebendes Topfsubstrat, in dem die Pflanzen in aller Ruhe wachsen und sich auf eine natürliche Weise entwickeln können. Dies steht im starken Kontrast zu der heutigen Massenproduktion, in der die Pflanzen künstlich mit Mineraldünger versorgt (sprich hochgejagt) werden und regelmäßig eine Dosis chemische Pflanzenschutzmittel verabreicht bekommen. Es bedarf keiner weiteren Erklärung, dass biologisch produzierte Pflanzen viel widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge sind. Sie sind im Prinzip damit aufgewachsen und können, auch wenn sie in Ihrem Garten ausgepflanzt sind, damit viel besser umgehen. Sie kaufen eine Pflanze, die es gewöhnt ist, in einem Garten zu stehen und nicht eine, die von einer komplett automatisierten computergesteuerten Produktionsweise abstammt. Wir sind darum noch eine der wenigen echten handwerklichen Gärtnereien in den Niederlanden. Alle Pflanzen werden durch uns selbst vermehrt und aufgezogen, und darum sind wir ziemlich einzigartig in den Niederlanden. Sie finden bei uns keine zugekauften Pflanzen! Die Basis sind die Mutterpflanzen, die Samen und Stecklinge liefern oder zur Teilung verwendet werden. Sie werden im Gewächshaus mit viel Liebe vermehrt und weiter großgezogen.


Ungefähr 1500 Sorten bewurzeln jährlich unter der Sprühnebelanlage im Stecklings-Gewächshaus.

Und so schließt sich der Kreis. Wir sind als Gärtnerei beinahe Selbstversorger. Das beginnt bei der Eigenproduktion des Topfsubstrats und endet im Moment, wenn Sie die Gärtnerei mit den Pflanzen verlassen. Das vermittelt ein gutes Gefühl, sowohl für unsere Umwelt als auch für uns selbst.

Die Gärtnerei – was gibt es noch mehr?

Auch wenn Sie nicht vorhaben Pflanzen zu kaufen, werden Sie angenehm überrascht sein, wenn Sie die Gärtnerei betreten. Durch die Hecken und Sträucher entsteht eine idyllische Atmosphäre, wodurch man sich schnell zuhause fühlt. Und wirklich überall stehen Pflanzen. Pflanzen in den verschiedensten Arten und Formen. Die Passion scheint aus dem Ruder gelaufen zu sein, wenn Sie erfahren, dass hier mehr als 6000 Sorten stehen. Die größte Sammlung finden Sie auf den Mutterpflanzenbeeten, wo die neuesten Sorten zur Beurteilung ausgepflanzt sind. Aber es gibt auch einen großen Steingarten, eine Sammlung besonderer Waldpflanzen, einen Schottergarten und schöne Rabatten. Überall befinden sich schöne Ecken, wo Sie sich inspirieren lassen können, um danach die übersichtlichen Verkaufsbeete zu durchstöbern. Wenn Sie sich kurz ausruhen möchten, können Sie eine Tasse Kaffee trinken oder in Gartenzeitschriften und -büchern schmökern.


Kaffeepause!

Außerdem können sie allerlei nützliche Dinge erhalten, die sie in einem Gartencenter niemals finden werden. Kleines handliches Werkzeug, Metalletiketten, Anzuchtgefäße, organischen Dünger und handgefertigte frostbeständige Töpfe, um nur einen Teil zu erwähnen. Außerdem erwartet Sie ein interessantes Büchersortiment über spezielle Pflanzenthemen. Und natürlich verkaufen wir gesiebte Lauberde und Helleboruserde, für die man schon so manches Mal extra zu uns kommt. Das Kassengebäude ist auch der Ort, wo Gartenbauvereine und Gruppen empfangen werden und Führungen, die wir während der Saison organisieren, beginnen. Es gibt jedes Jahr ein interessantes Angebot an Kursen und Lehrveranstaltungen, die Sie auf der Website finden können.


Für den jährlichen Aussaatkurs besteht immer ein großes Interesse.